Weitere Therapien für Dupuytren und Ledderhose

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Therapieansätze für die Dupuytren-Krankheit. Auf unserer Webseite konzentrieren wir uns auf Handchirurgie, Nadelfasziotomie, Kollagenase und Strahlentherapie, weil wir für diese Therapien eindeutige Belege für deren Wirksamkeit sehen. Das soll nicht heißen, dass es keine anderen, wirksamen Therapien gibt, wir haben vielleicht bloß noch nicht von ihnen gehört. Wir bitten deshalb alle, die andere Therapien erfolgreich ausprobiert haben, dies in unserem Forum zu beschreiben oder uns eine entsprechende e-mail zu schicken. Falls Sie dazu auch Statistiken über die Wirksamkeit liefern könnten, wäre das natürlich äußerst willkommen!

Dass wir hier eine Behandlungsmethode erwähnen, heißt nicht unbedingt, dass sie gut ist (wir haben selbst keine oder wenig Erfahrungen mit diesen Methoden). Genauso wenig bedeutet die Tatsache, dass wir eine Methode nicht erwähnen, dass sie wirkungslos ist. Wir versuchen einfach einen Überblick zu geben, zusammen mit einigen Informationen und links. Wir haben die Therapien der besseren Übersicht wegen in Gruppen eingeteilt, wobei die Einteilung unserer Einschätzung entspricht und möglicherweise nicht unbedingt richtig ist. Hinweise und Korrekturen sind immer sehr willkommen!

Therapien, für die bereits einige klinische Erfahrung vorliegt:

Steroide

NAC

Therapien im Laborstadium

Therapien die vielleicht, vielleicht aber auch nicht helfen können

Vorab eine Warnung: Möglicher Konflikt mit Glucosamin/Chondroitin und Antiepileptika/Barbituraten

Im fortgeschrittenen Alter werden zum Teil Nahrungsmittelergänzungen oder Medikamente genommen, die den Knorpel im Gelenk wieder aufbauen sollen. Ein Beispiel dafür sind Glukosamin und Chondroitin. Wir können keine Aussage über deren Wirksamkeit beim Knorpelaufbau machen, jedoch haben Patienten  - zum Beispiel in unserem englische Forum - darauf hingewiesen, dass Glukosamin/ Chondroitin und ähnlich wirkende Produkte das Wachstum von Dupuytrenknoten stark beschleunigt haben und beim Absetzen das Wachstum wieder aufgehört hat. Das ist noch kein wissenschaftlicher Nachweis, aber sollte auch nicht übersehen werden. Falls Sie also an Dupuytren oder Ledderhose leiden und collagenaufbauende Mittel nehmen, sollten Sie auf deren Wirkung auf die Knoten achten.

Bestimmte Antiepileptika der Barbiturat-Gruppe, wozu auch Phenobarbital  (Handelsname z. B. Luminal) gehört, können die Entstehung der Dupuytrenschen und Ledderhose Krankheit fördern. Siehe J. Rothmeier und W. Froscher "Bindegewebsveränderungen unter Antiepileptika-Langzeittherapie; Connective tissue changes during longterm anticonvulsive therapy" Fortschritte der Medizin 107(1989)p743-747; P. Coral et al. "Dupuytren's and Ledderhose's diseases associated with chronic use of anticonvulsants" Arquivos de Neuro-Psiquiatria. 57(1999)p 860-862 und Adam Strzelczyk et al. "Continuous phenobarbital treatment leads to recurrent plantar fibromatosis" Epilepsia (May 2008) Englischer_abstract.

Überblick über medikamentöse Behandlung

Ein relativ neuer Überblicksartikel (in Englisch) über medikamentöse Behandlungsmethoden ist von Janinis J, Patriki M, Vini L, Aravantinos G, Whelan JS, "The pharmacological treatment of aggressive fibromatosis: a systematic review." Ann Oncol. 14/2, (2003) p 181-90. Link: drug_overview_article.

 

Diese Seite wurde zuletzt überarbeitet am 29.12.2016 .