Behandlung mit Steroiden

Steroide (Cortison) werden in den Knoten gespritzt um die Wucherung der Dupuytren-/Ledderhoseknoten (Fibroblasten) zu reduzieren und den programmierten Zelltod (Apoptose) zu beschleunigen. Die Knoten werden dadurch i. a. kleiner und weicher. Einen Überblick gibt folgender amerikanische Artikel: steroid_article

Eine weitere Studie zeigt allerdings, dass in einem Zeitraum von 1 - 3 Jahren nach der Injektion bei der Hälfte der Patienten die Krankheit wieder auftrat und weitere Injektionen nötig machte (steroid_article2). Andererseits kann man diese Studie auch so sehen, dass die Hälfte der Patienten nach drei Jahren noch keine Nachbehandlung benötigte, was durchaus ein bemerkenswerter Erfolg ist.

Ein Artikel aus Brasilien berichtet von einem Fall, in dem die Therapie wirkungslos war: steroid_failure_article. Patienten sollten auch die Gefahr einer Atrophie (Zellschwund) oder Hautverfärbung bedenken. Bei Frauen wurde möglicherweise Knochenverlust beobachtet: bone_loss, jedoch ist diese Studie evtl. nicht korrekt ausgewertet. Informationen über Nebenwirkungen von Kortison finden Sie unter anderem auch bei wikipedia und netdoktor.

Wegen der Möglichkeit die Knoten zu verkleinern, wie die Steroid-Injektion auch oft bei der Ledderhose-Krankheit angewandt.

Bei häufiger, langandauernder Anwendung sind die Nebenwirkung natürlich größer. Deshalb sehen wir diese Therapie als eine Lösung für den Notfall, aber nicht als eine Dauerlösung.

 

Bienengift als Mittel?

Gelegentlich wird behauptet, dass Bienengift Dupuytren- und Ledderhose-Knoten ebenfalls zurückbilden kann (Bienenstich-Therapie). Dazu wird eine Biene so auf den Knoten gesetzt, dass sie in den Knoten sticht. Natürlich muss vorher sicher gestellt sein, dass der Gestochene auf Bienengift nicht allergisch reagiert! Die Wirkung dieser Behandlung ist bisher nicht belegt, es werden nur einzelne Geschichten erzählt. Diese etwas esoterisch anmutende Methode ist deshalb bestenfalls experimentell einzustufen. Falls sie tatsächlich wirkt, könnte der Mechanismus eventuell über im Körper erzeugtes Cortisol funktionieren und damit ähnlich sein, wie bei der oben beschriebenen Injektion von Kortison. Aussagen über die Dauer der Wirkung sind uns nicht bekannt.

 

Diese Seite wurde zuletzt überarbeitet am 13.02.2014

 


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