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Ja was denn nun?
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21.11.17 00:32
Marathoni 
Ja was denn nun?

Hallo,
ich bin neu hier, habe mich durch viele Berichte gelesen und bin verwirrt über die gegensätzlichen Empfehlungen: Reizungen vermeiden oder täglich massieren? Streckung des Knotens vermeiden, da sonst Strangbildung gefördert wird oder Fuß täglich dehnen? Woran merke ich, was richtig ist?

Der Knoten macht bisher keine wesentlichen Beschwerden. Mit was für Beschwerden muss ich ggf. denn zukünftig rechnen, wenn ich nichts mache? Habt ihr nur bei Belastung Schmerzen oder auch in Ruhe? Ab wann macht eine Behandlung Sinn?

An eine OP denke ich sicher noch nicht. Bei Bestrahlung lese ich: Lieber im Anfangsstadium. Aber aus den Umfragedaten ergibt sich: Auch da gibt es zum Teil Verschlechterungen. Über die finde ich aber nur wenig im Netz. Was für Risiken geht man (neben erhöhtem Krebsrisiko) denn da ein?

Zuletzt bearbeitet am 21.11.17 00:33

21.11.17 13:23
wach 

Administrator

Re: Ja was denn nun?

Hallo Marathoni,

erst mal willkommen im Forum und im Club! Du hast natürlich viele Fragen, und ich werde versuchen zu antworten, obwohl's nicht einfach ist.

"Reizungen vermeiden oder täglich massieren?" A: extreme regelmäßige Belastungen würde ich vermeiden, massieren hat einigen geholfen. Am besten ausprobieren.

"Streckung des Knotens vermeiden, da sonst Strangbildung gefördert wird oder Fuß täglich dehnen?" A: Das Strecken lässt sich beim gehen kaum vermeiden. Ob Dehnen hilft, ist schwer zu sagen. Manche haben berichtet, dass ihnen tanzen oder im Sand gehen gut tut. Auch hier mein Rat: Ausprobieren. "Woran merke ich, was richtig ist?" A: wenn's angenehm ist, ggf. Schmerzen nachlassen und die Knoten kleiner werden.

"Der Knoten macht bisher keine wesentlichen Beschwerden. Mit was für Beschwerden muss ich ggf. denn zukünftig rechnen, wenn ich nichts mache?" A: Kann man schwer vorhersagen. Die Verläufe und die Beschwerden sind sehr unterschiedlich. Manchmal verschwinden die Knoten im Lauf der Jahre auch von selbst, das war bei mir der Fall. Ist aber nicht die Regel, meistens wachsen sie langsam.

"Habt ihr nur bei Belastung Schmerzen oder auch in Ruhe?" A: normalerweise beim Gehen oder Stehen, aber wenn der Knoten auf einen Nerv drückt, kann er auch in Ruhe schmerzen.

"Ab wann macht eine Behandlung Sinn?" A: wenn der Knoten behindert (schmerzt) oder schnell wächst.

"Was für Risiken geht man (neben erhöhtem Krebsrisiko) denn bei der Bestrahlung ein?" A: Trockene Haut, die sich aber über die Jahre oft regeneriert. Manche bekommen auch eine Strahlenallergie, z. B. sonnenbrandähnliche Symptome, die aber i.a. wieder vergehen.

Ich hoffe, das hilft Dir ein bisschen weiter, auch wenn es nicht immer klare Antworten gibt. Es ist halt auch so, dass die Krankheit bei jedem etwas anders verläuft und jeder etwas anders auf Behandlungen reagiert.

Zuletzt bearbeitet am 21.11.17 13:24

21.11.17 13:49
Fiona 
Re: Ja was denn nun?

Hallo Marathoni,
damit mir meine Ledderhose-Knoten keine Probleme bereiten, habe ich sie vor mehr als fünf Jahren in einem sehr frühen Stadium (Durchmesser von knapp einem Zentimeter) bestrahlen lassen. Sie haben sich vollkommen zurückgebildet und ich bin völlig beschwerdefrei. Hier kannst du meine Erfahrungen nachlesen: http://www.dupuytren-online.de/Fiona_str...apie_update.htm
Ich laufe zwar nicht Marathon, aber im letzen Urlaub bin ich mit einem 15-kg-Rucksack 200 Kilometer bergauf und bergab gewandert -- ohne irgendwelche Probleme.
Alles Gute wünscht dir
Fiona

22.11.17 17:22
Carls 
Re: Ja was denn nun?

Genau meine Meinung, ich würde es genauso empfehlen!
Ich habe bislang noch keine schwerwiegenden Komplikationen nach Bestrahlung erlebt.
Was regelmäßig nach einer Bestrahlung auftritt, ist eine trockene Haut, da die Schweißdrüsen empfindlich auf die Bestrahlung reagieren. Die muss daher mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme regelmäßig gepflegt werden. Ich denke, das ist ein akzeptabler Preis für eine in der Regel deutliche Schmerzlinderung.

22.11.17 22:28
Marathoni 
Re: Ja was denn nun?

Vielen lieben Dank erstmal für Eure Antworten!
Bisher merke ich ja kaum was, außer, dass da eine Verdickung ist. Die kam, nachdem ich angefangen hatte, mit Einlagen zu laufen und liegt genau dort, wo die Pelotte in den Fuß drückt. In Laufpausen merke ich eine Verschlechterung, keine Verbesserung. Aktuell laufe ich im Schnitt ca. 50 km/Woche, in einzelnen Wochen auch mehr als das Doppelte. Empfindliche Haut von einer Bestrahlung kann da eventuell auch zum ernsten Problem werden. Wenn man eine Bestrahlung erst machen sollte, wenn man Schmerzen hat, ist das sicher noch zu früh.

Zuletzt bearbeitet am 23.11.17 02:15

23.11.17 09:11
wach 

Administrator

Re: Ja was denn nun?

Oder wenn der Knoten schnell wächst. Das Alter spielt auch eine Rolle. Wie alt bist Du denn?

Wolfgang

Marathoni:
... Wenn man eine Bestrahlung erst machen sollte, wenn man Schmerzen hat, ist das sicher noch zu früh.

23.11.17 20:20
Carls 
Re: Ja was denn nun?

Marathoni:
Empfindliche Haut von einer Bestrahlung kann da eventuell auch zum ernsten Problem werden. Wenn man eine Bestrahlung erst machen sollte, wenn man Schmerzen hat, ist das sicher noch zu früh.

Das ist der Grund, warum man nicht die volle Dosis einmalig oder hohe Dosen in wenigen Sitzungen appliziert, sondern es aktuell auf 5 Bestrahlungen aufteilt (man würde sich ja auch nicht 5 Stunden ohne Sonnenschutz in die pralle Sonne legen, sondern pro Tag sich weniger als 1 Std. sonnen). Daher 5 Bestrahlungen - meist an 5 aufeinanderfolgenden Tagen - mit geringer Einzeldosis, damit es nicht zu einem schmerzhaften "aktinischen Erythem" kommt. Es ist vergleichbar mit dem Sonnenbad. Viele kürzere Strahleneinwirkungen bewirken auch eine "Bräunung" (Wirkung), jedoch ohne einen schmerzhaften Sonnenbrand (schmerzhaftes Erythem).
Vor einigen Jahren hat man dieses noch nicht beachtet, damals habe ich einige "Sonnenbrände durch Bestrahlung" erlebt. Die sind tatsächlich ziemlich schmerzhaft.
Aktuell ist das aber kein modernes Therapieschema mehr.
(Zumindest in der Strahlenpraxis mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe.)

Zuletzt bearbeitet am 23.11.17 20:24

27.11.17 09:10
Marathoni 
Re: Ja was denn nun?

Deutlich gewachsen ist der Knoten
a) bei Ultraschall-Behandlung. Habe die dann nach 5 mal abgebrochen
b) in der Laufpause, als der Fuß totale Ruhe bekam.

Nach einem 15 km Lauf wird der Knoten gefühlt kleiner, aber ich glaube der wahre Grund ist, dass er danach so weich ist, dass er einfach nicht mehr klar umrissen ist. Nicht zuletzt deshslb hätte ich Sorgen, durch eine Strahlennehandlung zu Pausen gezwungen zu werden.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß Strahlung übehaupt keinen Einfluß auf das Plantarsehnen-Gewebe hat, also Flexibilität und Belastbarkeit. Und ich weiß, wie lange Sehnen brauchen, um sich ggf. an Änderungen anzupassen.

27.11.17 10:18
wach 

Administrator

Re: Ja was denn nun?

So ganz nach Ledderhose klingt Deine Beschreibung nicht. Es gibt eine ganze Reihe anderer Gründe für Knoten in der Fußsohle http://www.dupuytren-online.de/morbus_ledderhose.html . Wurde denn bei Dir Ledderhose von einem Arzt eindeutig diagnostiziert oder hast Du Dich selbst im Internet informiert?

Und nochmal: wie alt bist Du denn? Und läufst Du Marathon?

Wolfgang

27.11.17 10:47
Marathoni 
Re: Ja was denn nun?

ML war die Aussage des Orthopäden, allerdings ohne bildgebende Verfahren. Mein Physio hatte das viel früher auch schon mal als Möglichkeit erwähnt. Ich bin zwischen 50 und 60 und laufe etliche Marathons und Ultras jedes Jahr.

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