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3 Tage nach Fuss-OP
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07.05.11 19:20
monana

nicht registriert

3 Tage nach Fuss-OP

Hallo,

letzten Mittwoch hatte ich meine Fuss-OP in Heidelberg. Die vorab gestellte Diagnose Morbus Ledderhose hat sich bei mir bereits während der OP nicht bestätigt. Ich hatte einen noch selteneren Weichteiltumor als ML, zum Glück auch gutartig und leider auch rezidiv (also wiederkehrend). Ob diese Auskunft jetzt positiv oder negativ von mir zu bewerten ist, ist mir im Moment auch noch nicht ganz klar. Der genaue Befund wird mir Ende nächster Woche vorliegen. Da die OP selbst und der Heilungsverlauf ansich wahrscheinlich ähnlich bis gleich wie bei ML sein dürfte, wollte ich hier über meine postoperativen Erfahrungen berichten.

Die Op wurde mit lokaler Anästhesie am linken Fuss durchgeführt und dauerte ca. 45 Minuten. Der Schnitt ist ca. 4 cm lang. Der Tumor saß unter der Fusssohle (Ballen) von der Beugsehne des fünften Strahls ausgehend und war im Durchmesser ca. 2 cm groß. Die Betäubung hielt zum Glück viele Stunden vor (ca. 12). Ich blieb für 3 Tage stationär in der Klinik. Medikamentös wurde ich mit Ibuprofen behandelt welches gut wirkte und somit hatte ich nur sehr wenig bis gar keine Schmerzen. Ich lag überwiegend im Bett und lagerte den Fuss hoch. 2 Tage nach der Op war Verbandswechsel, Drainage hatte ich zum Glück keine . Die Wunde sieht relativ gut aus und ist nicht entzündet. Der Fuss ist auch nicht geschwollen. Gekühlt wurde er nicht. Gestern abend wurde ich mit einem Entlastungsschuh versorgt, mit dem kann ich sogar ohne Krücken schmerzfrei laufen . Seit heute morgen bin ich wieder zuhause. 2 Wochen nach OP sollen die Fäden gezogen werden. Wenn es erwünscht ist, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erneut berichten wie es mir geht. Bis jetzt ist alles sehr erfreulich und wesentlich besser verlaufen als ich gedacht habe.

Liebe Grüße
monana

07.05.11 23:20
schiks 

Moderator

Re: 3 Tage nach Fuss-OP

Hallo Monana,

herzlichen Glückwunsch mit dem guten Verlauf. Und wie fühlst du dich wenn du auf einmal eine andere Diagnose hast? Wurde nur der Tumor entfernt oder die ganze Plantarfaszie?

Schreib bitte wie der weitere Heilungsverlauf ist und wenn möglich welche Diagnose es nun wirklich war.

schiks

17.05.11 11:41
monana

nicht registriert

Re: 3 Tage nach Fuss-OP

Hallo schiks und alle anderen,

sorry, dass ich erst so spät antworte. Ich wollte ein paar Tage zuwarten um auch etwas über den Heilungsverlauf sagen zu können.

Zur Diagnose:
Mittlerweile liegt mir auch der histologische Befund vor. Bei meinem Tumor handelt es sich um eine "Hyperpigmentierte villonoduläre Synovialitis" (Sehnenscheidenriesenzelltumor) zum Glück auch gutartig wie ML.

zur Größe:
3 x 2 x 1 cm

Im Internet habe ich eine Rezidivrate von bis zu 50% gefunden. Prof. Seegenschmiedt aus HH sammelt auch zu dieser sehr seltenen Erkrankung (noch seltener als ML) alle Informationen die er bekommen kann und hat mir netterweise eine kleine Studie von 2008 zukommen lassen. Darin wird beschrieben, dass bei Rezidivpatienten und bei Patienten bei denen nicht alle Tumorzellen entfernt werden konnten eine Bestrahlungstherapie durchgeführt wurde.

Ich bin z.Zt. noch am überlegen ob eine zusätzliche Bestrahlung für mich wirklich sinnvoll wäre ?????

Bei mir war der Tumor schön abgegrenzt zur Faszie sichtbar und somit auch gut zu entfernen. Ich gehe nicht davon aus, dass noch Restzellen im Gewebe verblieben sind. Mein Chirurg ist der Meinung, ich bräuchte keine zusätzliche Bestrahlung.

zum Heilungsverlauf:
Ich bin mehr als zufrieden. Zuhause laufe ich z.Zt. (13 Tage nach OP) ab und zu schon ohne den Entlastungsschuh. Die Narbe (fast 5 cm) ist gut verheilt und morgen werden die Fäden gezogen. Rund um die Wunde ist noch ein seltsames taubes Gefühl. Die Narbe sieht verhältnismäßig gut aus. Wollt ihr ein Bild davon? Bis jetzt hatte ich nur Lymphdrainage. Der Fuß bzw. das Bein ist nicht dick (noch nie gewesen) und somit benötige ich jetzt keine mehr. Ab morgen beginnt die KG mit der Mobilisierung rund um das Narbengewebe. Schmerzmittel nehme ich seit heute keine mehr. Schmerzen hatte ich sowieso keine, aber Ibuprofen sollte ich 2 Wochen nehmen, da dies der Wundheilung förderlich ist und einer Entzündung entgegenwirkt. Alles in allem bin ich bis jetzt sehr froh, dass alles viel besser verlaufen ist als ich es nach Lesen von Schilderungen hier im Forum vermutet hätte . Wahrscheinlich kann man keine allgemein gültigen Aussagen treffen. Viele Faktoren können die Heilung einer Fuss-OP begünstigen bzw. verschlechtern. Ich wollte euch auch einmal von meinen positiven Erfahrungen berichten, die gibt es nämlich tatsächlich auch. Von einer ambulanten Operation würde ich immer absehen. Ein paar wenige Tage in der Klinik tun sehr gut. Zu Hause schont man sich selbst einfach nicht so gut wie in der Klinik.

Wer noch Fragen hat, immer her damit. Ich gebe gerne Auskunft.

Liebe Grüße
monana

PS.
Schiks, zu deiner Frage wie ich mich mit dieser Diagnose nun fühle:
Auch nicht viel anders als mit ML. Das wichtigste ist für mich erstmal, dass der Tumor komplett entfernt wurde. Die Heilung weiterhin gut verläuft, die Narbe möglichst keine späteren Probleme bereitet und wenn ich Glück habe, wächst auch nichts mehr nach. Den anderen Fall kann ich eh nicht beeinflussen und mache mir erst dann wieder Gedanken darüber wenn es soweit sein sollte. Was soll man sonst auch machen? Ich versuche positiv zu denken und immerhin habe ich ja eine 50 prozentige Chance, immerhin. ICH BIN BEI DENEN, DIE IN ZUKUNFT RUHE VOR SOLCHEN KNOTEN HABEN!

Zuletzt bearbeitet am 17.05.11 11:41

17.05.11 22:29
schiks 

Moderator

Re: 3 Tage nach Fuss-OP

Glückwunsch

Danke für deine Erfahrungen und den Hinweis die OP eher stationär durchführen zu lassen.

25.10.11 15:43
Cherundolo

nicht registriert

Re: 3 Tage nach Fuss-OP

monana:
Hallo schiks und alle anderen,

sorry, dass ich erst so spät antworte. Ich wollte ein paar Tage zuwarten um auch etwas über den Heilungsverlauf sagen zu können.

Zur Diagnose:
Mittlerweile liegt mir auch der histologische Befund vor. Bei meinem Tumor handelt es sich um eine "Hyperpigmentierte villonoduläre Synovialitis" (Sehnenscheidenriesenzelltumor) zum Glück auch gutartig wie ML.

zur Größe:
3 x 2 x 1 cm

Im Internet habe ich eine Rezidivrate von bis zu 50% gefunden. Prof. Seegenschmiedt aus HH sammelt auch zu dieser sehr seltenen Erkrankung (noch seltener als ML) alle Informationen die er bekommen kann und hat mir netterweise eine kleine Studie von 2008 zukommen lassen. Darin wird beschrieben, dass bei Rezidivpatienten und bei Patienten bei denen nicht alle Tumorzellen entfernt werden konnten eine Bestrahlungstherapie durchgeführt wurde.

Ich bin z.Zt. noch am überlegen ob eine zusätzliche Bestrahlung für mich wirklich sinnvoll wäre ?????



Bin auch von so einer Hyperpigmentierten villonodulären Synovialitis" (Sehnenscheidenriesenzelltumor) betroffen !
Aber woanders, an der Hüfte !! Bei mir ist Rest-Tumor da ...

Wie sollte das bestrahlt werden ?? Und was macht dieser Prof. Seegenschmiedt dann ? Bitte Infos , Danke

Cherundolo

25.10.11 16:06
wach 

Administrator

Re: 3 Tage nach Fuss-OP

Das ist natülich kein Forum für Riesenzellentumore, deshalb muss ich Dich an Seegenschmiedt selbst verweisen. Seine Kontaktdaten findest Du auf http://www.dupuytren-online.de/strahlent...e_adressen.html (Strahlenzentrum Hamburg). Falls Dich die Bestrahlung von Ledderhose/Dupuytren interessiert, kannst Du einiges auf http://www.dupuytren-online.de/strahlentherapie.html nachlesen.

Wolfgang

@Cherundolo:
...

Bin auch von so einer Hyperpigmentierten villonodulären Synovialitis" (Sehnenscheidenriesenzelltumor) betroffen !
Aber woanders, an der Hüfte !! Bei mir ist Rest-Tumor da ...

Wie sollte das bestrahlt werden ?? Und was macht dieser Prof. Seegenschmiedt dann ? Bitte Infos , Danke

Cherundolo

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