| Was geschieht bei Nichtbehandlung? |
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28.01.26 08:50
Emmer
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28.01.26 08:50
Emmer
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Was geschieht bei Nichtbehandlung?
Hallo Forum, so alle zwei Jahre gibt es bei mir an den Händen eine neue Stelle, wo ein Knoten zu wachsen beginnt. Bin schon X-mal deswegen bestrahlt worden. Mittlerweile werde ich nichtmehr so ohne weiteres bestrahlt, weil die Dosis schon so hoch ist. Es gibt auch einen neuen Strang am Daumen. Auf diesem Strang sitzen drei Knoten, sieht etwas aus, wie bei einer Perlenkette. Eigentlich habe ich mich dazu durchgerungen, diesen Strang operieren zu lassen, ich habe eine gewisse Einschränkung in der Bewegung des Daumens, habe mir gedacht, ich lasse ein Stück des Strangs herausoperieren, so wie Carls es praktiziert. Aber mit der Einschränkung in der Bewegungsfreiheit lässt sich auch noch eine Zeitlang leben, ich schiebe die OP vor mir her, fürchte mit einem neuen Eingriff die Krankheit noch weiter anzuschieben. Jetzt würde mich mal interessieren, was passiert eigentlich, wenn man nichts macht? Wachsen solche Knoten immer weiter od. kann sich das auch von alleine beruhigen od. ganz zum Stillstand kommen? Bei meinem Ledderhoseknoten war es so. Am Anfang habe ich beim Auftreten was gespürt. Das hat sich aber von alleine gelegt, da bin ich praktisch beschwerdefrei geworden. Als es noch keine OPs u. Bestrahlung gab, was ist da passiert, gibt es da Berichte, Daten, wie sich das dann entwickelt?
Gruß Emmer
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28.01.26 13:10
wach  Administrator
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28.01.26 13:10
wach  Administrator
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Re: Was geschieht bei Nichtbehandlung?
Im konkreten Fall läßt sich nur schwer vorhersagen, wie die Entwicklung weitergehen wird. Stillstand oder Progress, beides ist möglich. Meine Mutter hatte einen Knoten in der Handfläche, der sie nie besonders störte und auch nie behandelt wurde. Ich habe einen Strang am rechten kleinen Finger mit leichter Krummung (ungefährt 45 Grad), der versuchsweise mit Xiapex und später mit der Nadel behandelt wurde. In beiden Fällen kam die Krümmung wieder, ist aber nun seit fast 10 Jahren stabil und stört mich kaum, sodass ich nichts mehr machen lasse. Und als letztes Beispiel die Erzählung eines Handchirurgen auf einer Tagung von eine Kollegin, bei der der eine Finger durch Dupuytren nach 10 Jahren allmählich krumm wurde. Als der Dupuytren an der anderen Hand losging, wurde der betroffene Finger in weniger als einem Jahr krumm. Warum? Seine Antwort: "Ich wollte, ich wüsste es". Kurz: eine Vorhersage über die Entwicklung ist eigentlich unmöglich.
Was tun? Wenn Bestrahlung nicht mehr möglich ist, kannst du nur abwarten und später (vielleicht) operieren. Man könnte auch eie Nadelfasziotomie versuchen. Wenn du nachher regelmäßig eine Nachtschiene trägst. lässt sich anschließend der (erfolgreich behandelte) Zustand wahrscheinlich auf Dauer erhalten. Wenn man die Schiene absetzt, kommt eine Krümmung wahrscheinlich einigermaßen zügig wieder. Nachdem du mehrere Kntoen an dem Strang hast, wäre es vermutlich sinnvoll bei einer OP alle Knoten zu entfernen, nicht nur ein kleines Stückchen vom Strang. Man kann an einem längeren Strang an mehreren Stellen ein Stückchen entfernen.Die Belgier machen so etwas öfter https://dupuytrensymposium.org/Abstracts/Degreef2.pdf und https://dupuytrens.org/DupPDFs/2010_Degreef2.pdf Mit etwas Glück erholt sich die Hand schnell und der Finger bleibt grade. Aber es gbt natürlich auch Rezidive. Ist leider alles immer ein bisschen Glückspiel. Mein persönlicher Rat: ich würde einfach noch ein bisschen warten, wie sich die Hand entwickelt.
Wolfgang
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