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Glücklicher Zufall?!?
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07.12.18 08:55
Pit 
Glücklicher Zufall?!?

Hallo an alle Leser,

nach drei Operationen an meiner rechten Hand kenne ich mich eigentlich schon "ein wenig" mit Morbus Dupuytren
aus, aber was mir am 05.12.2018 passierte, war mir wirklich neu.
Zur Situation: Auch an meiner linken Hand begann die Krankheit vor längerer Zeit zu "prosperieren". Sie war aber irgendwie gnädig, und gönnte mir ihre eigene (auch schon längere) Stagnation just an einem Punkt, an dem sich deutlich ein recht stark ausgeprägter Knoten unterhalb des Ringfingers zeigte, und sich dieser Ringfinger nicht mehr zu 100% in die natürliche Position bringen ließ (Beginn der Verkürzung, etwa 90% Streckfähigkeit).
In meinem Sportunterricht sollten sich die SchülerInnen an Sprüngen über Hindernisse (Kästen, Böcke) mithilfe eines Sprungbretts sowie eines kleinen Trampolins üben, und als "guter" Sportlehrer macht man solche Übungen natürlich vor =( ;-)) Als ich also so schön flog und mich am Doppelbock aufstützte, ereilte mich mein "Schicksal": Ich spürte einen deutlichen Riss in der linken Hand, es schmerzte (nicht allzu stark) in der Mitte des Handtellers, und plötzlich konnte ich meinen "lädierten" Ringfinger wieder in die natürliche Position bringen (100% Streckung). Jetzt, nach zwei Tagen lässt der Schmerz schon etwas nach, nur beim Überstrecken des Fingers nach hinten wird dieser Schmerz noch etwas stärker, ist aber nicht mehr so unangenehm wie zu Beginn meiner "Verletzung".
Nun meine Frage: Habe ich mich aus Versehen selbst "erfolgreich operiert"? Was sollte ich nun tun? Meine drei Hausärzte kennen sich mit der Krankheit und deren operativer Behandlung überhaupt nicht aus Das habe ich nach meiner dritten Operation in Bad Neustadt an der Saale (sehr erfolgreich, aber meine Hausärzte kannten die neue Art der Operation mit offener Wundheilung ohne verbleibende Naht nicht, und hatten große Sorge bezüglich eines totalen Misserfolgs dieser Operation. Eine Beratung durch diese Ärzte möchte ich mir daher ersparen, und allein einer Beratung wegen 200 Kilometer nach Bad Neustadt an der Saale fahren zu müssen ist mir auch nicht gerade recht. Wer hat eine Idee? Sollte ich erst einmal abwarten, oder ist nun eine Operation notwendig?
Herzlichen Dank im Voraus für die Mühe einer Antwort
Pit

07.12.18 09:26
wach 

Administrator

Re: Glücklicher Zufall?!?

Hallo Pit,

was Du beschreibst, wird immer wieder mal berichtet. Bei Dupuytren wird die Streckung des Finger durch einen zusätzlich einwachsenden Strang behindert. Dieser Strang besteht im Wesentlichen aus Kollagenfasern und kann reißen. Bei der Nadelfasziotomie https://www.dupuytren-online.de/fibrosenperforation.html wird der Strang durch Nadelstiche vorgeschädigt und dann durch den Arzt durch einen kräftigen Ruck zerrissen. Weil die Sehne dabei normalerweise unbeschädigt bleibt, ist der Finger unmittelbar danach wieder voll beweglich. Das Selbe scheint bei Dir ohne Nadelung passiert zu sein: der Strang ist durch die Überlastung wahrscheinlich gerissen.

Was solltest Du tun? Wenn Du die Hand und den betroffenen Finger normal bewegen kannst, würde ich gar nichts tun. Falls die Schmerzen aber andauern oder stärker werden, würde ich einen mit Dupuytren erfahrenen Handchirurgen oder Orthopäden konsultieren. Eine Liste von Ärzten findest Du z.B. auf https://www.dupuytren-online.de/nadelfas...e_adressen.html .

Wenn Du willst, kannst Du den Finger nachts gestreckt schienen, damit der Strang nicht gleich wieder zusammenwächst. Ansonsten hast Du Dir wahrscheinlich eine OP oder zumindest eine Nadelfasziotomie erspart. Gratulation!

Wolfgang

07.12.18 16:11
Pit 
Re: Glücklicher Zufall?!?

Hallo Wolfgang,

ganz lieben Dank für die schnelle und umfangreiche Information.

Da geht es mir doch gleich noch besser ☺️ =( ;-))

Herzliche Grüße

Pit

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