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warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?
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11.10.07 11:50
stefan aus hannover

nicht registriert

warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?


hallo an Alle,
ich habe nun einige düppi opees hinter mir und eigentlich die nase voll. nun höre ich immer von nadeln!? das soll aber nur bei schwacher krümmung und noch nicht operierten, also nicht rezidivem, funktionieren. habe auch gehört, dass ärzte in anderen ländern da wohl offensiver rangehen!? witzig, selbst in Hannover findet sich weitundbreit kein arzt der nadelt!?

warum eigentlich ist das so? ich meine, was soll passieren wenn der finger sehr krumm ist und schon narben dort sind? im schlimmsten fall doch noch ne narbe und eine hauttransplantation, weil die haut bei der op eingerissen ist beim wieder gerade machen. Das aber ist mir auch bei einer Schneide-Op passiert.
nagut, die docs bekommen garantiert mehr geld für die schneide-OP, zumal sie auch das recht haben, einen Rezidiv-fall ins krankenhausbettchen zu legen. Wobei ich im übrigen noch keinen unterschied feststellen konnte, ausser das evtl. gleich mehrere süsse frauen den ganzen tag um einen herumlaufen!

Also, kann mir jemand begreiflich machen, warum die nadelmethode so selten vertreten ist, ob wohl man fast nur gutes drüber hört?

vielen Dank
Stefan


25.10.07 16:25
smarthh 
risiken bei der nadel-fasziotomie

liebe md-geplagte

ich hab ja vor wochen schon an anderer stelle geposted, wo eins der risiken der nadel-fasziotomie liegt.
wenn der operateur nicht unter sicht arbeitet und das macht er mit der nadel nicht, dann kann er verletzen, was nicht verletzt werden soll - in meinem fall die beugesehne, die nach ein paar tage gerissen ist!

ich hab ja zugesehen bei meiner nadel-op: die stochern nach gefühl, also blind, in unseren händen!

ausser den sehnen sind die nerven beim stochern gefährdet - ich frage mich wirklich, warum hier noch niemand dieses risiko beschrieben hat. (die nadelkünstler erzählen natürlich von diesem risiko, beschreiben es aber als gering).

also - mir reicht meine gerissene beugesehne und ich kann jedem interessierten an der nadel-fasziotomie nur raten, hinter der skepsis der allermeisten klassischen handchirurgen in deutschland, was diese technik angeht, nicht nur geldgier zu vermuten, weil so eine klassische op natürlich mehr geld einbringt.

ich vermute: wäre die nadel-methode wirklich so risikolos wie von ihren anwendern gepriesen, würde sie längst flächendeckend angeboten. schon deshalb, weil die krankenkassen die geringeren kosten doch lieber bezahlen würden als teure hand-operationen, oder was meint ihr?

natürlich freu ich mich trotzdem für alle, denen die nadeln geholfen haben.

viele grüße

willy aus hamburg


hier noch mal mein beitrag von neulich:
Re: Fibrosenperforation vollzogen - Beugesehne gerissen!

hallo interessenten an der fibrosen-perforation:

auch ich war im mai 2007 bei dr. groeben in düsseldorf und habe meinen kleinen finger behandeln lassen. ca. zwei wochen lang war der finger etwas gerader als vorher - dann riß beim fahrradfahren bei relativ geringer anstrengung, die beugesehne genau dieses fingers.

daraufhin musste ich zum klassischen handchirurgen, der die sehne wieder annähte: drei tage krankenhaus, vier wochen gips, schmerzen, nervkram, nicht autofahren, kein sport etc. und jetzt, nach fast drei monaten ist der finger so krumm wie vorher.
für mich und die handchirurgen ist klar, daß dr. groeben in seiner OP die sehne gleich mit perforiert hat und nicht nur das gewebe drumherum. dr. groeben ist allerdings anderer meinung - er hat mich in seinem antwortbrief auf eine freundliche schmerzensgeldanfrage von mir über spontan auftretende sehnenrisse belehrt.

meine anwälte hoffen nun auf einen fall - aber ich nicht, denn ich will lieber bald wieder einen gesunden finger als eine ewige auseinandersetzung unter medizinern und juristen. damit der finger nämlich wieder grade wird, ist irgendwann eine dritte op nötig!

interessierte an der schnellen, minimal-invasiven dupuytren-op: aufgepasst, risiko!
fragt vorher unbedingt einen handchirurgen - das hätte ich auch tun sollen.

viele g

25.10.07 17:33
stefan aus hannover

nicht registriert

Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

hallo Willy,

tja, ich denke jeder halbwegs denkende mensch weiß was passieren kann, wenn da einer mit nadeln in einem rumstochert.

ich glaube aber auch das dich nun der krumme finger nervt und ich kanns verstehen..habe selbst mehrere opees hinter mir und rechter kleiner ist schon wieder krumm und taub (messeroopees).

spontan kann ich dir nun nur raten den finger von dr. förster in hannover (peinerstr) angucken zu lassen. der macht sowas von morgens bis abends jeden tag. vielleicht kann er dir helfen.

vg Stefan

26.10.07 09:29
wach 

Administrator

Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

Schon klar, dass man mehr sieht, wenn man die Haut aufschneidet. Deshalb wird die Fasziotomie gelegentlich auch bei geöffneter Haut mit dem Messer gemacht. Wegen der Hoffnung auf weniger Rezidive (Wiederkehren des Dupuytrens) schneiden dann aber bei weitem die meisten Chirurgen gleich das ganze Dupuytren befallene Gewebe raus und manche auch noch gleich gefährdetes Gewebe, z. B. Teile der Aponeurose. Aber: je größer die OP, desto größer ist auch die Gefahr, dass es Probleme gibt.

In der Praxis ist die Häufigkeit von Sehnen- und Nervenverletzungen bei Nadelfasziotomie im Durchschnitt kleiner als bei der klassischen OP. Warum ist das so? Zum Teil deshalb, weil - normalerweise - die Hand bei der Nadelfasziotomie nur ganz geringfügig betäubt wird und der Patient selbst sagen kann, wenn in die Nähe des Nervs gestochen wird. Die Sehne sollte der Arzt selbst erkennen können, auch ohne die Hand aufzuschneiden.

Insgesamt sind die Nebenwirkungen bei der Nadelfasziotomie kleiner und die Hand heilt viel schneller. Das ist schon ein Vorteil. Die Technik ist wenig verbreitet, weil sie bei uns an den Kliniken nicht gelehrt wird. Das hat - meiner Meinung nach - vor allem zwei Gründe: die Technik ist noch relativ neu (20 Jahre sind für Medizinlehrbücher nicht viel) und ist vor allem in Frankreich populär. Ärzte, die selbst Dupuytren haben oder Verwandte mit Dupuytren haben, sind typischerweise am offensten für Nadelfasziotomie.

Diese allgemeinen Argumente ändern natürlich nichts daran, dass es Mist ist, wenn eine Sehne verletzt wird! Da hilft es auch nichts, wenn das statistisch nicht so häufig passiert. Gute Besserung!

Wolfgang

Editiert am 26.10.07 09:32

27.10.07 12:34
Gunzi 
Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

Hallo !
Bin neu im Forum.
Hat jemand Erfahrung mit dem KH Rechts der Isar in München? Ich habe mich dort für eine OP angemeldet. Aber nachdem ich hier im Forum fast nur schlechtes über OP´s gelesen habe, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, eine OP machen zu lassen. Von der Nadelfasziotomie (Fiebrosenperforation) liest man hier ja mehr Positives. Aber wenn man sich erst einmal hat operieren lassen, ist es für diese Methode ja wohl zu spät.
Ich habe mich an der TU Klinik am Biederstein vor ca 1 Jahr bestrahlen lassen (rechte Hand mit mässigem Erfolg, aber vielleicht wurde die MD dadurch verlangsamt). Die linke Hand (kleiner Finger) war schon zu fortgeschritten. Ein Spezialist für Nadelfasziotomie, der gerade dort war und meine li Hand sah, meinte, es wäre für die Methode schon zu spät. Im Internet unter handcenter NA sah ich viele Fotos von Händen, die so schlimm aussahen, wie meine und nach einer Nadelfasziotomie wieder ganz gerade waren. In den USA scheint diese Methode verbreiteter zu sein. Weiss jemand, ob es auch mit einem ganz abstehenden kleinen Finger noch möglich ist, diese Methode in Deutschland durchzuführen? In München habe ich die Adressen von Dr. Bergers und der Schön Klinik gefunden. Wenden sie dort die Nadelfasziotomie auch im fortgeschrittenen Stadium an?

28.10.07 10:59
stefan aus hannover

nicht registriert

Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

hi Gunzi,

scheinbar hast du ja schon vieles gelesen und da gibt es wohl auch nicht viel hinzuzufügen. und zum krk in München kann ich dir auch nichts sagen.

aber, grundsätzlich braucht man auch ein wenig glück bei dieser doofen krankheit, da sie auch stiefmüttrerlich in deutschland behandelt wird. geht man dazu noch in ein lehrkrankenhaus, kann man pech haben, das man von einem "lehrling" operiert wird. da ist man bei niedergealassenen -früher wohl mal oberarzt gewesenen- arzt vermutlich besser dran.

ich bin bisher mehrmals mit dem messer operiert worden und kann sagen das es -wenns wie bei mir immer wieder kommt- mit jeder op echt schlechter werden kann. das resultiert daraus, dass immer auch gesundes gewebe mit entfernt wird und sich doofe narben bilden können. das ist nunmal so.

ich habe die nadeltechnik auch zu spät gehört. allerdings bin ich davon überzeugt, dass ein guter doc auch an einen schon operierten finger mit der nadel rangeht. es scheint wirklich so zu sein, dass dies in deuutschland aus unerfahrenheit nicht so gern gemacht wird.
Aber..was soll passieren? ich denke das die nadelmethode bei schlimmen düppipatienten nicht mehr kaputt machen kann, als die mit dem messer. mit ein wenig glück ist die nadelmethode immer noch die harmlosere..

meine meinung!

viel glück, Stefan

28.10.07 18:05
Gunzi 
Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

Hi Stefan,
Danke für die Infos.
Ich werde wohl so lange suchen, bis ich einen finde, der die Nadelfasziotomie bei mir noch macht
Gruss
Gunzi

29.10.07 10:33
stefan aus hannover

nicht registriert

Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

hi gunzi, probiers mal hier:

Dr. Volker Berges

Agnes-Bernauer-Str. 123

80687 München

Tel.: 089 / 58 57 91

07.11.07 17:10
Gunzi 
Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

Hallo Stefan,
danke für die Info. Werde mich dort mal melden.
Jetzt habe ich erst mal einen Termin in der Schön Klinik. Die machen ja auch die Nadelfaziotomie.
Viele Grüße
Gunzi

10.11.07 10:53
Gunzi 
Re: warum nadeln nur bei schwacher krümmung und nur bei noch nicht operierten?

Hallo Stefan,
nach alle Deinen Warnungen über Op´s (tipp von mir. Lass niemanden mit dem skallpell dran, wenn nicht unbedingt notwendig!!!), habe ich mich jetzt entschlossen, meinen Op Termin im Rechts der Isar, den ich schon vor Monaten bekam, streichen zu lassen. Nun hoffe ich, dass die Nadelfaziotomie bei mir (Kleiner Finger linke Hand Stadium 5) noch möglich ist. Mein MD ist mir lästig., ich konnte bisher aber auch damit leben.
Ich würde nun gern mal wissen: bist Du ein Einzelfall, oder ist es die Regel, dass es Probleme nach OPs gibt? Oder verlaufen viele OPs zufriedenstellend, nur keiner berichtet darüber, weil sie bei denen gut verlaufen sind?
Viele Grüße
Gunzi

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