| Passwort vergessen?
10 Benutzer onlineSie sind nicht angemeldet.  Anmelden
Ledderhose als Berufskrankheit?
 1
 1
01.01.09 23:20
katiH

nicht registriert

Ledderhose als Berufskrankheit?

Guten Abend,

ich habe mir so meine Gedanken gemacht über den ML. Seit etwa 4 Jahren habe ich dies am linken Fuß und rechts auch.

Ich arbeite seit 40 J. als Sekr. im jur. Bereich, schreibe viel vom Band mit Fußtasten, also vor- und zurückspulen. Kann es sein, dass gerade diese "Fußarbeit" auch mti dem ML zu tun haben könnte?

Da ich auch noch stark schwerhörig bin, eben mit Kopfhörern arbeite, kam mir noch die Idee, dass genau diese Arbeit auch mit meiner Schwerhörigkeit zu tun haben könnte. Ich habe GdB von 50.

Ich scheue keine Auseinandersetzung mit der Berufsgenossenschaft, um nach jahrzehntelanger Arbeit für daraus folgender Schäden evtl. entschädigt zu werden. Ich bin 61 und bin nicht gewillt, falls denn Berufskrankheit vorliegt, vorzeitig in Rente mit Abzügen zu gehen.


Danke und Gruss katiH

02.01.09 08:57
Wolfgang 
Re: Ledderhose als Berufskrankheit?

Hallo KathiH, ich fürchte, dass die Chancen Ledderhose als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen, sehr, sehr klein sind. Das ist bei Dupuytren schon fast aussichtslos. Zwar gibt es bei den Händen durchaus nachgewiesene Belastungen, die die Krankheit fördern können (http://www.dupuytren-online.de/dupuytren_trauma.html), aber der Nachweis, was Veranlagung und was arbeitsbedingt ist, ist sehr schwierig. Bei den Füßen und speziell, wenn es nur um die Betätigung von Fußpedalen geht, hast Du wahrscheinlich keine Chancen etwas durchzusetzen. Natürlich ist Ledderhose eine Behinderung, die vielleicht dazu führen kann, dass Du von Deinem derzeitigen Arbeitsplatz vielleicht auf einen anderen wechseln kannst/musst (falls Du das willst). Aber das ist ein anderes Thema.

Wolfgang

02.01.09 09:31
stefan19652 

Re: Ledderhose als Berufskrankheit?

Zitat:



Guten Abend,

ich habe mir so meine Gedanken gemacht über den ML. Seit etwa 4 Jahren habe ich dies am linken Fuß und rechts auch.

Ich arbeite seit 40 J. als Sekr. im jur. Bereich, schreibe viel vom Band mit Fußtasten, also vor- und zurückspulen. Kann es sein, dass gerade diese "Fußarbeit" auch mti dem ML zu tun haben könnte?

Da ich auch noch stark schwerhörig bin, eben mit Kopfhörern arbeite, kam mir noch die Idee, dass genau diese Arbeit auch mit meiner Schwerhörigkeit zu tun haben könnte. Ich habe GdB von 50.

Ich scheue keine Auseinandersetzung mit der Berufsgenossenschaft, um nach jahrzehntelanger Arbeit für daraus folgender Schäden evtl. entschädigt zu werden. Ich bin 61 und bin nicht gewillt, falls denn Berufskrankheit vorliegt, vorzeitig in Rente mit Abzügen zu gehen.


Danke und Gruss katiH




hallo KatiH,
selbst wenn die fussarbeit da was mit zu tun hat, wirst du wohl 10 jahre, 3 rechtsanwälte, 20 gutachten und 30.000,- euro benötigen, um das jemanden klar zu machen.
.... also, vergiss es.

mein tipp: geh mal ab morgen zum arzt und sag dem deine fussschmerzen (schmerzen!) und er soll dich mal über die technik der chronischen krankheit aufklären.
Ansonsten stelle ich mir vor, dass du durch die arbeit auch rückenschmerzen hast (die sind übrigens anerkannte probleme)
Des weiteren musst du dich nicht unbedingt mit der bg rumschlagen, sondern mal mit nem gut durchtrainierten taschenrechner deine rente berechnen und diese dann beantragen.

frohes neues
Stefan

www.dupuytrensche-kontraktur.de

Zuletzt bearbeitet am 02.01.09 09:37

02.01.09 23:37
katiH

nicht registriert

Re: Ledderhose als Berufskrankheit?


Danke für die Antworten. Die Rente wurde berechnet und wenn ich mit 63 gehe, dann mit Abschlägen. Das will ich nicht.

Bin in Verhandlung mit AG auf ATZ, d.h. ab 61, also in 1/2 Jahr Blockmodell 2 J. bis 63 und dann mit 63 passive Phase. Natürlich muss diese Steuernachzahlung, die ich dann nach Abschluss der ATZ zahlen müsste, in Form einer Abfindung mit rein udn vor allem auch, dass die Altersvorsorge des AG nicht gekürzt wird, weil ich mit 63 in die passive Phase wechsle.

Sollte der AG dem nicht zustimmen, werde ich mit Sicherheit ab 63 - 65 irgendwann sehr lange krank sein und all das auskurieren, was ich bisher über 40 J. zurückgehalten habe.

Und wie siehts mit der Schwerhörigkeit wegen der Kopfhörer aus?

Ich bin so stark schwerhörig rechtsseitig, dass ich nicht ohne Hörgerät mehr kann. Und die Kopfhörer auf meinem Dickkopf und Hörgerät zusammen, das geht nicht. Also schreibe ich ohne Hörgerät, spule ständig vor- und zurück mit den Füßen.

Schwerbehindertenvertretung gibts bei uns nicht, obwohl über 500 Personen bei uns arbeiten und weltweit um die 3000. Bei unserem AG sind alle nicht mehr gern gesehen, die älter als 62 sind; berufliche Weiterbildung für die über 60-jährigen nicht mehr drinnen. Man stellt Junge ein, weil die billiger sind. Leider geht das alles vielfach auf die Qualität der Arbeit und des Images.

Ich brezzele mich jeden Morgen auf, sehe nicht "so alt" aus, wirke auch im Umgang mit den Jungen total locker & cool. Bin aber eine sehr Gewissenhafte und identifizierte mich über zwei Jahrzehnte mit dem Unternehmen, aber innerlich habe ich mich seit paar Wochen bereits verabschiedet. Sollen sich doch die Jungen (Mitte 20 - Anfang 30) kirre machen, ich nicht mehr.

Gruss kati

03.01.09 10:29
stefan19652 

Re: Ledderhose als Berufskrankheit?

Zitat:




Danke für die Antworten. Die Rente wurde berechnet und wenn ich mit 63 gehe, dann mit Abschlägen. Das will ich nicht.

Bin in Verhandlung mit AG auf ATZ, d.h. ab 61, also in 1/2 Jahr Blockmodell 2 J. bis 63 und dann mit 63 passive Phase. Natürlich muss diese Steuernachzahlung, die ich dann nach Abschluss der ATZ zahlen müsste, in Form einer Abfindung mit rein udn vor allem auch, dass die Altersvorsorge des AG nicht gekürzt wird, weil ich mit 63 in die passive Phase wechsle.

Sollte der AG dem nicht zustimmen, werde ich mit Sicherheit ab 63 - 65 irgendwann sehr lange krank sein und all das auskurieren, was ich bisher über 40 J. zurückgehalten habe.

Und wie siehts mit der Schwerhörigkeit wegen der Kopfhörer aus?

Ich bin so stark schwerhörig rechtsseitig, dass ich nicht ohne Hörgerät mehr kann. Und die Kopfhörer auf meinem Dickkopf und Hörgerät zusammen, das geht nicht. Also schreibe ich ohne Hörgerät, spule ständig vor- und zurück mit den Füßen.

Schwerbehindertenvertretung gibts bei uns nicht, obwohl über 500 Personen bei uns arbeiten und weltweit um die 3000. Bei unserem AG sind alle nicht mehr gern gesehen, die älter als 62 sind; berufliche Weiterbildung für die über 60-jährigen nicht mehr drinnen. Man stellt Junge ein, weil die billiger sind. Leider geht das alles vielfach auf die Qualität der Arbeit und des Images.

Ich brezzele mich jeden Morgen auf, sehe nicht "so alt" aus, wirke auch im Umgang mit den Jungen total locker & cool. Bin aber eine sehr Gewissenhafte und identifizierte mich über zwei Jahrzehnte mit dem Unternehmen, aber innerlich habe ich mich seit paar Wochen bereits verabschiedet. Sollen sich doch die Jungen (Mitte 20 - Anfang 30) kirre machen, ich nicht mehr.

Gruss kati






Hi katih,

das wenn du früher in rente gehst, dann mit abschlägen ist ja logisch. Muss man sehen ob man damit klar kommt. Du kannst ja als renntier ein paar hunnis dazu verdienen!? Wenn ichs richtig verstehe, machst du etwas, was überall gebraucht wird.
Was du zu dem rest des heutigen arbeitsmarktes sagst, wird sich auch vorerst nicht bessern.

Mit deinen hörproblemen könnte ich mir vorstellen, dass du dadurch auch oft kopfschmerzen hast, die man aus liebe zum ag auch mal ignoriert.
Die beste verhandlungssituation zum ag bekommst du, wenn du langsam mal anfängst dich zu schonen. Jeder hausarzt hat dazu farbige formulare, die man locker abundzu mal ausfüllen lassen könnte.
Ich finde nicht, dass man sich aus irgend welchen gründen für jemanden kaputt machen muss.
Aus erfahrung weiss ich, das die höchste belohnung dafür im allgemeinen eine uhr im wert von 250 ist. Manchmal gibt es auch anstecknadeln. Witzigerweise gibt es auch nadeln gegen schmerzen :-))

köpfchen hoch
Stefan
www.dupuytrensche-kontraktur.de

 1
 1
Schwerhörigkeit   dupuytrensche-kontraktur   verhandlungssituation   rückenschmerzen   arbeitsbedingt   jahrzehntelanger   Berufsgenossenschaft   verabschiedet   Berufskrankheit   Ledderhose   Auseinandersetzung   Altersvorsorge   identifizierte   Schwerbehindertenvertretung   dupuytren-online   zurückgehalten   Steuernachzahlung   Hörgerät   durchtrainierten   schwerhörig