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Bewertung Wirkung intranodulärer Steroidinjektion auf Dupuytren-Progression im Frühstadium
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13.06.26 13:54
Carls 
13.06.26 13:54
Carls 
Bewertung Wirkung intranodulärer Steroidinjektion auf Dupuytren-Progression im Frühstadium

Andrzej Zyluk 
Handchir Mikrochir Plast Chir 2026; 58(03): 220-224
DOI: 10.1055/a-2760-7447

Die Begründung für intranoduläre Steroidinjektionen bei Morbus Dupuytren basierte auf klinischen und experimentellen Studien, die die hemmende Wirkung von Steroiden auf die Bindegewebsentwicklung und den Abbau von reifem Kollagen in hypertrophen Narben zeigten. Dies veranlasste Kliniker, Steroidinjektionen zur Behandlung von Dupuytren-Knötchen zu verwenden. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung der Injektion von Steroiden in die Dupuytren-Knötchen auf die Hemmung des Fortschreitens der Erkrankung im Frühstadium zu bewerten.

Material und Methoden Insgesamt 28 Patienten, 16 Männer und 12 Frauen, im Durchschnittsalter von 61 Jahren mit einem frühen Stadium der Dupuytren-Krankheit bei 33 Händen, erhielten 2 oder 3 intranoduläre Steroidinjektionen (Methylprednisolon oder Betamethason) im Abstand von 2 Wochen. Die Patienten wurden im Durchschnitt über 14 Monate (Bereich 12–16) durch einen Telefonanruf nachbeobachtet.

Befund Eine Reihe von Steroidinjektionen führte zu einer Schmerzlinderung in allen 17 symptomatischen Knötchen. Die Erweichung des Knötchens wurde bei 22 Händen (67 %) beobachtet, eine Erweichung und Verkleinerung bei 7 Händen (21 %) und keine Veränderungen bei 4 Händen (12 %). Es gab keinen einzigen Fall von Fortschreiten der Krankheit und keinen einzigen Fall von Komplikationen.

Schlussfolgerung Intraläsionale Steroidinjektionen können eine wirksame Erstlinienbehandlung im Frühstadium der Dupuytren-Krankheit und insbesondere bei symptomatischen Knötchen sein.

Schönes Wochenende

J. Carls

Zuletzt bearbeitet am 13.06.26 13:56

13.06.26 14:08
wach 

Administrator

13.06.26 14:08
wach 

Administrator

Re: Bewertung Wirkung intranodulärer Steroidinjektion auf Dupuytren-Progression im Frühstadium

Vielleicht noch ergänzend dazu die Ergebnisse einer Studie von Ketchum und Donahue aus dem Jahr 2000 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11119679/ . Dabei zeigte sich, dass in einem Zeitraum von 1 – 3 Jahren nach der Injektion bei der Hälfte der Patienten die Krankheit wieder auftrat und weitere Injektionen nötig machte. Das Einspritzen des Kortisons wird von manchen Patienten als schmerzhaft beschrieben. Die Nachhaltigkeit dieser Behandlung ist ähnlich wie bei der Nadelfasziotome.

Weitere Infos dazu finden sich auf https://www.dupuytren-online.de/dupuytren-steroide/ .

Wolfgang

13.06.26 18:49
Carls 
13.06.26 18:49
Carls 
Re: Bewertung Wirkung intranodulärer Steroidinjektion auf Dupuytren-Progression im Frühstadium

Hallo,

schmerzfrei ist die Hohlhand, wenn man einen 2/3 Handblock macht, den leider viele Chirurgen nicht beherrschen!

13.09.26 22:09
Frankerze 
13.09.26 22:09
Frankerze 
Re: Bewertung Wirkung intranodulärer Steroidinjektion auf Dupuytren-Progression im Frühstadium

Hallo,
Ich habe die alten Studien gelesen, mich wundert aber, warum niemand die Steroidinjektion anbietet.
Die Frage wäre, was passiert wenn man zu oberflächlich oder zu tief inhiziiert, wird dann die Haut atroph oder geht die sehne kaputt?
Leider kann ich die aktuelle studie nicht einsehen.
Kennt jemand einen Arzt der das macht?
Herr PD Dr Carls: machen Sie Steroidinjektionen?
Mit freundlichen Grüßen
Frank

Zuletzt bearbeitet am 14.09.26 08:13

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