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Ernährung
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08.02.20 17:01
wach 

Administrator

Ernährung

Es wäre schön, wenn man den Dupuytren durch eine Ernährungsumstellung losbekommen könnte. Durch die Ernährungsdocs im fernsehen entsteht ja der Eindruck, dass man viele Krankheiten durch eine Änderung der Ernährung besser in den Griff bekommt als durch Medikamente. Leider gibt es für Dupuytren und Ledderhose bisher keine geeignete Diät https://www.dupuytren-online.de/dupuytren_entwicklung.html.

Zuletzt bearbeitet am 08.02.20 17:02

12.02.20 15:12
Carls 
Re: Ernährung

wach:
Es wäre schön, wenn man den Dupuytren durch eine Ernährungsumstellung losbekommen könnte. Durch die Ernährungsdocs im fernsehen entsteht ja der Eindruck, dass man viele Krankheiten durch eine Änderung der Ernährung besser in den Griff bekommt als durch Medikamente. Leider gibt es für Dupuytren und Ledderhose bisher keine geeignete Diät https://www.dupuytren-online.de/dupuytren_entwicklung.html.

Hallo,
wegen dieses Threads habe ich mir die "Ernährungsdocs" einmal angesehen.
Was ich gesehen habe, ich weniger unsinnig als z.B. "Visite".
Was ich gesehen habe, sind sinnvolle Änderungen der Ernährung bei Erkrankungen der Verdauungsorgane und Übergewicht sowie bei rheumatoider Arthritis. Die Empfehlungen dort sind durchaus sinnvoll und auch seit langem bekannt.

ABER: Beim M. Dupuytren handelt es sich nach pathologisch-anatomischen Aspekten um einen harmlosen, wenn auch störenden gutartigen Tumor des Bindegewebes. Tumore kann man aktuell nicht durch die Ernährung beeinflussen! Insbesondere, da hier auch noch eine genetische Komponente vorliegt.
Diese Erkrankung kann durch ein Trauma der Hand oder einfach spontan in Schüben beginnen.
Aber was ich persönlich interessant finde ist, dass Sterling Bunnell es in den 1940er Jahren schon mit Entzündungen in Zusammenhang brachte.
Ich sehe viele Patienten mit einem "Schnappfinger" - auch durch eine Entzündung initiiert, die gleichzeitig einen Dupuytren'schen Strang haben - am selben Finger. Hiervon liest man in der aktuellen Literatur praktisch nichts.
Die Entzündung der Beugesehnen bei einem Schnappfinger kann viele Ursachen haben: Hormonelle Störungen oder Überlastung.
Daher sollte man auch eine Entzündung in der Hand als Ursache nicht verwerfen, auch wenn sie in der heutigen Literatur nicht mehr auftaucht. Voraussetzung ist natürlich auch die genetische Diathese.
Sog. Dupuytren'sche Knoten (oder andersartige Schwellungen an typischer Lokalisation habe ich unter Kortisoneinnahme schon zurückgehen sehen.
Da ist es doch auch denkbar, dass das Risiko durch eine Ernährung, die entzündungsvermeidend wirkt, das Risiko für den Ausbruch eines Dupuytren bei entsprechender Diathese vermindern kann.

Ein ähnlicher Paradigmenwechsel findet aktuell bei Arteriosklerose statt. Ein hannoveraner Transplantationsmediziner glaubt nicht mehr fest an die alleinige Fettstoffwechselstörung, sondern vielmehr nun auch an Entzündungsreaktionen der Gefäße als Ursache der Arteriosklerose. Darauf ist er in alten medizinischen Veröffentlichungen von Pathologen gestoßen und hat dann eigene Untersuchungen angestellt (Prof. Haverich, MHH).
Entzündungshemmende Substanzen kann man mit der Nahrung aufnehmen.

Nur: Es gibt keine validen Studien dazu, ob das eine signifikante Änderung der Inzidenz eines M. Dupuytren bewirken kann. Somit wird es wohl noch viele Jahre dauern, bis wir handfeste Daten haben.
Aber ganz von der Hand zu weisen ist die Idee nicht - es fehlen nur Beweise.

Zuletzt bearbeitet am 02.04.20 12:43

20.03.20 15:40
ulikaiser 

Re: Ernährung

Meine Symptome, also Verwachsungen haben sich reduziert nachdem ich NAD+ Ergänzung nehme sowie auf pflanzenbasierte Nahrung umgestiegen sind. Konnte meine Hand vor 4 Wochen nicht mehr flach auflegen, jetzt geht es.

01.04.20 15:42
Carls 
Re: Ernährung

Hallo,
da stimme ich mit Ihnen vollkommen überein!
Bereits in den 1940er Jahren hat Sterling Bunnell beobachtet, dass Entzündungen (meist chron. Sehnenscheidenentzündungen) die Bildung von Knoten und danach Strängen triggern.
Von Rheumatikern, die sich vegetarisch mit vielen Antioxidantien ernähren, weiß man, dass die Entzündungsaktivität zurückgeht!
Aber Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Als Trigger fand man im Fleisch und (fettem) Käse Arachidonsäure, die die Entzündungsaktivität triggern soll.
Besonders viel enthält Schweinefleisch, Wurstaufschnitt und fetter Käse.
Wenig enthalten Lammfleisch, mageres Rindfleisch und Geflügel ohne Haut sowie Seefisch.
Farbiges Gemüse (Paprika gelb/rot z.B., Karotten u.s.w.), farbiges Obst enthalten viele Antioxidantien, die Entzündungen unterdrücken können.

Möchte man einen Versuch unternehmen, rate ich, sich an einen Ernährungsberater zu wenden.
Validiert sind diese Daten nicht. Sie beruhen auf Beobachtungen.

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