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Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?
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01.10.18 11:31
engie 
Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?

Hallo zusammen, ich bin Mitte 30 und hab ausgeprägte Knoten und Kontrakturen an meiner rechten Hand, die hauptsächlich die Fingermittelgelenke betreffen. Der Handchirurg empfiehlt mir eine offene OP und ich tendiere dazu die OP zu machen.

Falls nun Rezidive kommen, kann man dann immer noch eine PNF oder Kollagenasetherapie machen, oder ist das aufgrund des vernarbten Gewebe nicht mehr oder nur noch erschwert möglich? Wie sieht es mit Bestrahlung aus? Ich mach mir halt etwas Sorgen, da die Anzahl der OPs ja begrenzt ist.

01.10.18 16:00
Carls 
Re: Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?

Bei Kontrakturen in den Fingern würde ich immer zuerst mit PNF oder Kollagenase beginnen. Allerdings ist zu beachten, dass das Komplikationsrisiko derartiger Eingriffe höher ist als alleinig in der Hohlhand.

Würde man zuerst eine offene OP in den Fingern durchführen und träte dann ein Rezidiv auf, wäre es für die anderen Methoden möglicherweise nicht erfolgversprechend wegen der Narbenbildung des Stranges mit dem umliegenden Gewebe wie Haut, Sehnenscheide, Gefäße und Nerven.

Dieses stelle ich in den Raum, ohne die Hand jemals angesehen oder angefasst zu haben.

03.10.18 23:19
engie 
Re: Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?

Vielen Dank für die Antwort. Wenn eine OP andere Therapieoptionen bei einem Rezidiv erschwert, werde ich mich wohl nochmals bei jemanden vorstellen, der auch PNF anbietet. Anbei noch Bilder meiner Hand im maximal streckbaren Zustand.




Zuletzt bearbeitet am 03.10.18 23:22

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04.10.18 09:52
wach 

Administrator

Re: Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?

Diese Kontrakturen könnten vermutlich mit der PNF behandelt werden. Jedoch sind die Ergebnisse - bei allen Behandlungsvarianten, auch der OP - bei Mittelgelenken der Finger leider nicht ganz so gut. Mit einer PNF wird sich vermutlich eine bessere Streckbarkeit erreichen lassen, aber wahrscheinlich keine vollständige Streckung.

Anschließend sollte man eine Nachtschiene tragen, mindestens 6 Monate, besser länger, um ein Rezidiv möglichst lange hinauszuzögern.

Beispiele von - besonders guten - PNF-Erfolgen mit anschließender Schienung sind auf https://www.dupuytren-online.de/dupuytren_schiene.html .

Wolfgang

10.10.18 17:43
Carls 
Re: Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?

Wenn man einen V-förmigen Schnitt im Finger zulassen möchte, könnte man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine volle Streckung erreichen.

Zuletzt bearbeitet am 10.10.18 18:20

10.10.18 18:19
Carls 
Re: Anwendung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten im Laufe eines Patientenlebens?

Ich habe mir gerade die Bilder angesehen. Die beste Chance für volle Streckung räume ich einer offenen OP mit Bruner-Schnittführung von der Querfalte (rechts im Bild) bis zum Ende des Mittelgliedes ein. Danach zum erfahrenen Handtherapeuten und wahrscheinlich Nachbestrahlung.
Das ist ohne Gewähr, da ich die Hand nicht untersuchen konnte.

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