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Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP
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31.08.16 14:54
Carls 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Was viele Patienten nicht wissen, ist dass es sich beim MD um einen gutartigen Tumor des Bindegewebes handelt. Man kann genetisch vorbelastet sein, oft benötigt man dann noch einen "Trigger", der die Krankheit zum Ausbruch bringt. Z.B. ein Trauma (welcher Art auch immer).
Ziel der Bestrahlung ist es, die Zellteilung zu verlangsamen und im besten Fall zu stoppen.
Die OP hat das Ziel, die Tumormasse zu verkleinern, bzw. das Gewebe, von dem dieser gutartige Tumor ausgeht, zu entfernen, nämlich die Palmarfaszie.
Die komplette Entfernung der nicht befallenen Faszie wird in der letzten Zeit jedoch mehr und mehr kontrovers diskutiert.

Zuletzt bearbeitet am 31.08.16 14:54

02.09.16 19:30
Kurt 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Carls:
Was viele Patienten nicht wissen, ist dass es sich beim MD um einen gutartigen Tumor des Bindegewebes handelt. Man kann genetisch vorbelastet sein, oft benötigt man dann noch einen "Trigger", der die Krankheit zum Ausbruch bringt. Z.B. ein Trauma (welcher Art auch immer).
Ziel der Bestrahlung ist es, die Zellteilung zu verlangsamen und im besten Fall zu stoppen.
Die OP hat das Ziel, die Tumormasse zu verkleinern, bzw. das Gewebe, von dem dieser gutartige Tumor ausgeht, zu entfernen, nämlich die Palmarfaszie.
Die komplette Entfernung der nicht befallenen Faszie wird in der letzten Zeit jedoch mehr und mehr kontrovers diskutiert.



Hallo Carls,

welchen Zusammenhang hat das mit der Haut ?

Sitzt nicht - das Auslösende - auch in der Haut ?

Warum wächst ein Knoten 4 mal (3xRezitiv) an der gleichen Stelle - seit andere Haut transplantiert wurde - ist Ruhe ?


FG Kurt

03.09.16 09:32
Carls 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Der MD geht von der sog. Palmarfaszie aus. Geht man von der Haut in die Tiefe, hat man also zunächst die Haut, dann Fettgewebe und darunter folgt die Palmarfaszie (Bild in der pdf Datei "Morbus Dupuytren" in: http://www.carls-j.de/Links-zu-Krankheitsbildern ). Von diesem Gewebe geht die Erkrankung aus. Es dauert in der Hohlhand an gewöhnlichen Stellen also etwas, bis die Haut erreicht wird. Es gibt allerdings kleine anatomische Abweichungen in den querverlaufenden Falten. Unter diesen findet man üblicherweise kein oder kaum Fett. Daher findet man Hautinfiltrationen und Knoten meist direkt unter diesen Falten. Das Hinterhältige ist, dass man das Gewebe nicht ohne gesunde Haut entfernen kann, da das dupuytren'sche Gewebe die Lederhaut infiltriert.

03.09.16 19:33
Kurt 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Bedanke mich für die informative Erläuterung der Zusammenhänge.

Somit ist wohl DERMOFASZIEKTOMIE die einzige, möglichst nachhaltige Behandlungsmethode von MD .


FG Kurt

15.09.16 19:11
Carls 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Was die Radikalität und Rezidivunfreudigkeit angeht, ja.

16.09.16 07:36
Nephente 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Bedeutet alles raus räumen und Haut transplantieren dann ist Ruhe?

16.09.16 08:24
wach 

Administrator

Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Nein, das ist ein Missverständnis. Dupuytren ist eine Erbkrankheit, die (noch?) nicht geheilt werden kann. Die Krankheit kann jederzeit an einer anderen Stelle neu ausbrechen, aber auch an der operierten Stelle (das heißt dann Rezidiv).

Von den chirurgischen Behandlungen der Symptome (=gekrümmter Finger) ist die Dermofasziektomie diejenige, die am nachhaltigsten ist, das heißt, dass nach einer Dermofasziektomie an der operierten Stelle die Krankheit später erneut ausbricht als nach anderen Operationsmethoden. Warum macht man nicht öfter eine Dermofasziektomie? Weil die Hauttransplantation aufwendig ist und kosmetisch meistens nicht so toll aussieht http://www.dupuytren-online.de/dupuytren..._techniken.html. Es gibt übrigens auch Untersuchungen, die kein besseres Rezidivverhalten bei Dermofasziektomie finden. Hier gibt es vielleicht noch Klärungsbedarf, aber die meistens Chirurgen gehen davon aus, dass die Rezidivperiode bei Dermofasziektomie am längsten ist.

Wolfgang

Nephente:
Bedeutet alles raus räumen und Haut transplantieren dann ist Ruhe?


Zuletzt bearbeitet am 16.09.16 08:25

16.09.16 20:53
Nephente 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

wach:
Das stimmt so nicht ganz. Kleine Wunde = schnellere Heilung & geringeres Risiko. Ob die Hand "ausgeräumt" wird oder nur ein bißchen Strang entfernt wird, macht schon einen Unterschied, auch im Gefühl danach: was nach der OP nachwächst ist nicht das Originalgewebe, sondern Narbengewebe. Das fühlt sich anders an, starrer, unsensibler. Wenn nur wenig rausgeschnitten wird, bleibt der Rest der Hand intakt.

Warum wird überhaupt eine große OP gemacht? Weil man hofft, dass dann die Krankheit nicht wiederkommt, wenn man alles Gewebe entfernt. Das ist manchmal tatsächlich so, es gibt viele Patienten, die mit ihrer OP zufrieden sind. Aber prinzipiell ist die Krankheit wohl in den Genen und kann durch keine OP geheilt werden. Deshalb kommt sie doch öfter wieder und dann ist eine erneute OP schon schwieriger. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit vorherzusagen, wer wie reagiert. In den USA beginnt zur Zeit die Suche nach einem Bioindikator, der eines Tages solche Vorhersagen - hoffentlich - ermöglicht.


Ok verstehe, allerdings wenn direkt der nerv am Strang liegt hilft doch eine kleine op auch nichts.

Weiß man wie weit die sind bei diesem Indikator.
Ich mach mir ja selbst bei mir häufig Gedanken, wie unverschämt diese Krankheit ist.
Rechte Hand = 1 Unfall mit dem MTB und los ging es.
Linke Hand = am rostigen Auspuff einen langen Schnitt über den Handteller, die linke war genauso betroffen beim Unfall mit dem MTB und mit der linken kletter ich genaus, aber da ist nix.

18.09.16 09:52
Carls 
Re: Neue (österreichische) Kosten-/ Nutzenanalyse zu Xiapex vs. OP

Die Haut zu entfernen ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn das Gewebe wächst ja nicht nur "noch oben" in die Haut sondern oftmals nach unten Richtung Sehnenscheiden und ist mit diesen und dem umliegenden Gewebe verwachsen.
Ich persönlich mag aus diesem Grund diese OP nicht.
Ich finde, man sollte aus den verschiedenen Verfahren das Beste heraussuchen und kombinieren. Z. B. radikale Entfernung (wenn gewünscht) mit Schnitten, die keine spitzen Winkel bilden. Das gewonnene Präparat zum Pathologen schicken und Wachstumsgeschwindigkeit bestimmen lassen. Bei hoher Wachstumsgeschwindigkeit Elektronenbestrahlung. Das hat nach meiner Erfahrung die geringste Rezidivquote.

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