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Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?
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02.07.21 14:50
Hand 
Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Hallo liebe Forumbenutzer!

ich habe vor ein paar Wochen einen Knubbel in der Handinnenfläche unter dem Ringfinger entdeckt. Die Streckung meiner Finger ist nicht eingeschränkt. Zu welchem Arzt gehe ich jetzt am besten als Erstes? Zu meinem Hausarzt, zum Hautarzt oder direkt zu einem Handchirurgen?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!

02.07.21 15:05
wach 

Administrator

Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Hausarzt müsste eigentlich reichen. Der Vorteil beim Hausarzt ist normalerweise, dass er berät, aber nicht gleich operieren will (was manche Handchirurgen gerne machen, weil es ihre Profession ist. Vor dem Arztbesuch würde ich auf dieser Website noch folgende Seiten lesen:

https://www.dupuytren-online.de/morbus_dupuytren.html
https://www.dupuytren-online.de/dupuytren_therapien.html
https://www.dupuytren-online.de/strahlentherapie.html
https://www.dupuytren-online.de/strahlen...nwirkungen.html

Dann bist du sehr gut vorbereitet!

Wolfgang

02.07.21 15:07
Hand 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Vielen Dank für die schnelle Antwort Wolfgang!

03.07.21 10:33
Carls 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Um Gottes Willen - nein!

Ich sehe täglich Patienten, die "gute Tipps" von ihrem Hausarzt bekommen haben: "Damit können sie noch warten", "Strahlentherapie ist Körperverletzung" etc.
Es gibt natürlich Ausnahmen.
Die unsinnigen Ansichten stammen noch aus den 1940er Jahren hier in Deutschland. In Amerika war man bereits damals wesentlich weiter. Z.B. Sterling Bunnell. In seinem Buch aus der Zeit sind Bilder, da würden so manche Operateure hier noch neidisch werden.
Die meisten kommen nach alleiniger Beratung durch den Hausarzt zu spät. Dann ist eine Bestrahlung nicht mehr möglich oder das Stadium ist so fortgeschritten, dass eine OP richtig schön risikobehaftet ist.
Ich kann nur empfehlen, zu einem Spezialisten in einem Oberzentrum zu gehen.

Viele Grüße!

03.07.21 18:41
Talia 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Hallo Hand,

Ich würde zuerst zum Hausarzt zu gehen, aber auch direkt eine Überweisung zum Spezialisten geben lassen.
Mein Hausarzt hatte tatsächlich gar keine Ahnung von MD, aber ohne Überweisung hätte mich der Handchirurg nicht angenommen.

Und vor allem: wie bereits geschrieben wurde auch vorab selbst informieren, damit man zumindest einschätzen kann, was der Arzt so erzählt.
Bei mir ist es auch ein Knoten ohne Bewegungseinschränkung. Und so wusste ich schon, dass mein HA Blödsinn erzählt von verkürzter Beugesehne...

Mein Handchirurg hat alle Möglichkeiten erläutert, inklusive Bestrahlung, aber zum warten geraten (zu jung für Bestrahlung). Nicht jeder Chirurg will also sofort unbedingt schneiden.

Alles Gute!

03.07.21 22:37
Hand 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Vielen lieben Dank für Eure Antworten Carls und Talia!!! Das hilft mir weiter. Ich werde es so machen wie Talia es beschrieben hat. Ich mache einen Termin beim Hausarzt und hole mir dort eine Überweisung für den Spezialisten.

Ich bin übrigens 42 Jahre alt. Ich denke das wird für eine Bestrahlung nicht zu jung sein. Heute habe ich erfahren, dass mein Vater mit 67 Jahren auch seit einem Jahr zwei Knubbel in der Hand entdeckt hat, die sein Hausarzt als Dupuytren diagnostiziert hat. Es scheint also vererbt worden zu sein.

Ich habe gerade im Forum gelesen, dass Prof. Seegenschmiedt in Essen eine gute Adresse für Bestrahlung ist. Könnte ich mich auch direkt vom Hausarzt zu ihm überweisen lassen, oder lieber zuerst zu einem Handchirurgen?

Vielen Dank!

Zuletzt bearbeitet am 03.07.21 23:45

04.07.21 00:21
Talia 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Ich denke, wenn du prinzipiell zu Bestrahlung tendiert, kannst du dich auch direkt dahin überweisen lassen anstelle zum Handchirurg.
Da du dir die Diagnose an sich selbst gestellt hast, geht es ja um Bestätigung der Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Das können sowohl Handchirurgen als auch Strahlentherapeuten, nur eventuell hinterfragen ob die vorgeschlagene Behandlung nur deren eigenes Fachgebiet einbezieht oder alle Möglichkeiten.

(Ich kenne zwar die typischen Altersgrenzen nicht, aber deine "Chance" zur Bestrahlung dürfte höher sein als bei mir mit gerade 30...)

04.07.21 08:31
wach 

Administrator

Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Ich bin mit 35 zu ersten Mal bestrahlt worden. Jugendliche oder Zwanzigjährige bestrahlt man nicht gerne, 30 ist vielleicht gerade die Grenze. Ich würde mich mit 30 nur bestrahlen lassen, wenn ich Schmerzen hätte oder der Knoten zügig wächst, hätte aber keine prinzipiellen Bedenken.

Wolfgang

Talia:
...
(Ich kenne zwar die typischen Altersgrenzen nicht, aber deine "Chance" zur Bestrahlung dürfte höher sein als bei mir mit gerade 30...)

04.07.21 09:02
Summer 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Hallo Hand,
ich bin selber Anfang 40 und bei mir würde man bestrahlen. Ich war in meiner Nähe bei einem Radiologen, der hätte „sofort“ begonnen.
Da meine zu bestrahlenden Knoten, aber noch sehr klein sind und derzeit ruhig, haben wir uns darauf verständigt in ein paar Monaten noch einmal zu sprechen.
Ich habe aber in ein paar Wochen noch einen Termin in Essen, um mich auch hier mal beraten zu lassen. Grundsätzlich ist Essen für die spätere Behandlung für mich zu weit, aber ich versuche so viele Informationen wie möglich einzuholen, um für mich den richtigen Weg zu finden.

Meine ersten Adressen waren ein Handchirurg in meiner Nähe und Herr Dr. Lenze in Bielefeld. Herr Dr. Lenze hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und geduldig alle Fragen beantwortet.

Gruß

04.07.21 09:10
Koschte 
Re: Zu welchem Arzt bei Verdacht auf Dupuytren?

Summer:
Hallo Hand,
ich bin selber Anfang 40 und bei mir würde man bestrahlen.

Ich bin 56, aber hat überhaupt keiner Bedenken, das die Bestrahlung ggf. auch Krebs auslösen kann? Ich weiß, das Risiko soll dermaßen minimal sein. Soll. Ich habe da Bedenken. Ich werde jedes Jahr Lungengeröntgt, Wirbelsäule geröntgt, Zähne geröntgt und das käme dann auch noch dazu.

Mein Hand-Chirurg ist jedenfalls dagegen. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich das hinkriegen sollte, jedes Mal die 2- 3 Stunden eine Strecke zu fahren, wenn ich mal in Berlin oder Dresden eine Radiologie gefunden hätte, die das macht. Mitten auf dem Land sind diese rar. Wahrscheinlich ist dann der Knubbel weg, aber ich muss an meinen verbliebenen Bandscheibenproblemen operieriert werden.

Ich hab mich jetzt für Watch and Wait entschieden. Eventuell starte ich eine OP in der Hohlhand, wenn mich diese Druckschmerzen in den Wahnsinn treiben.

Schönes Wochenende Kerstin

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