21.01.10 10:54
Vater
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Blut contra Nadel
Dupuy-Bericht Sehr geehrter „Verwalter“ der Dupuy-Seiten, hier ein Bericht über meine OP. Ich denke, gute Arbeit muss sich lohnen. Ich habe tatsächlich erst durch einen glücklichen Zufall von dieser OP-Methode gehört, leider recht spät. Vielleicht macht es Mut, dass anderen schnellere Linderung zuteil wird. Jörg Eikmann
„Blut muss fließen, sonst können die Finger nicht wieder sprießen“, pflegte mein Arzt zu sagen, wenn ich ihm besorgt meine rechte Hand zeigte: Der kleine Finger richtete sich 90 Grad in die Höhe, und der starke Mittelfinger wirkte langsam aber sicher auch geknickter. In der Handinnenfläche wölbten und knubbelten sich einige Knoten. 1998 hatte ich meinen kleinen Finger begradigen lassen, und diese OP, gut gemacht, war dennoch nicht vergnügungssteuerpflichtig! Die Nachbehandlung zog sich lange hin, die Neuverkrümmung leider nicht: Bereits nach 18 Monaten zeigte sich die Macht der Erkrankung erneut. Ich war deprimiert, doch eine weitere OP, auch wenn sie sehr fachmännisch durchgeführt wird, wollte ich mir nicht antun. Jedoch: Dem Vater einer Kollegin musste wegen dauernder Entzündungen in der Hautfalte ein kleiner Finger amputiert werden. Auch nicht so schön! Per Zufall (?) wurde ich auf meine Finger angesprochen, und ich erhielt den Rat: Das spritzt man heute weg! Ich bekam die Adresse eines Menschen, der mit einem neuartigen Verfahren ohne OP gerade Finger erhalten haben sollte. „Und es wird von einem Arzt gemacht“, lautete die beruhigende Botschaft. Nun ja, auch Ärzte wollen verdienen – vielleicht ein cleverer Doc, der seine Fehlspekulationen mit Aktien nun durch Heilsversprechen und Hokus Pokus kompensieren möchte? Also Anruf beim Betroffenen und wachsende Neugier bei mir: Nein, es sei kein „Wegspritzen“, obwohl mit Kanülen gestochert werde. Näheres im Internet, es sei nicht wirklich schmerzhaft, die Kasse zahle, der Doktor sei nicht nur in Ordnung, sondern schwer in Ordnung. Und seit 12 Monaten keine Probleme mit den behandelten Fingern. Das war „der“ Fingerzeig für mich, denn meine Skepsis war zuerst sehr groß, weil weder Hausarzt noch Sportarzt noch Kardiologe etwas von dieser „neuen Methode“ gehört hatten. Ärzte sind Zeitgenossen, die auch kein Mittel gegen Schnupfen kennen – und hier sollte einer etwas wissen, was seine Kollegen nicht mal ahnten? Wenn es wirklich so gut wäre, würden meine Ärzte das doch empfehlen, dachte ich. Aber auch Ärzte müssen Hausarbeiten mit ihren Kindern machen, haben lange Gespräche mit der Eheliebsten und lästigen Behördenkram zu erledigen und können sich nicht um alle Fachgebiete laufend und intensiv kümmern. Das denke ich heute. Also ran an den „Versuch“. Anruf in der Praxis, recht baldiger Termin, meine Zeitwünsche (ich komme von weit her) wurden freundlich berücksichtigt- und dann ging’s los. „Lenze, mein Name.“ Ein lockerer, aber glücklicherweise nicht albern-oberflächlich wirkender Chirurg; sehr freundlicher, familiärer Umgangston mit dem Personal, alles wirkt entspannt und b
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